Der Verwaltungsbezirk Lakonien erstreckt sich über den östlichen sowie den mittleren der drei Finger der Peloponnes-Halbinsel im Süden Griechenlands mit der Landschaft "Mani" als eine höchst außergewöhnliche Gegend von vielerlei Reiz.
Das Gebiet der Mani besteht aus zwei Regionen, der sogenannten "Exo", d.h. der äußeren, und der weitgehend unfruchtbaren und rauheren "Messa", d.h. inneren Mani. Insgesamt unterscheidet das Gebiet sich stark vom sonstigen Griechenland, besonders hinsichtlich Landschaft aber auch was Bräuche, Kultur und Mentalität angeht. Der Grund dafür liegt wohl hauptsächlich in den besonderen geografischen Gegebenheiten und in der turbulenten Geschichte. Diese war geprägt durch ein ewiges Sich-Widersetzen gegen drohende Fremdherrschaften bei gleichzeitigen internen Konkurrenzen und Kämpfen zwischen den Familienclans. Von daher erklären sich die für die Mani so typischen Turmhäuser: sie dienten als Verteidungsposten gegen Piraten und andere Eindringlinge, aber auch der Verteidigung und dem Prestige der Clans untereinander. Je höher der Turm, desto einflussreicher die Familie oder Sippe, die ihn besaß.
Bautechnik, Ästhetik, Funktion und Historie der Türme rufen heutzutage wieder große Begeisterung bei späten Nachfahren und auch fremden Besuchern der Gegend hervor. Dieses Interesse führt vermehrt dazu, dass Griechen wie Griechenland-Fans die Gegend neu beleben, indem sie einzelne Turmhäser renovieren oder aber in Form von Neubauten dem Baustil mit seinem besonderen Ambiente huldigen.
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