Kaufabwicklung

Wer als Ausländer in Griechenland eine Immobilie erwerben möchte, benötigt zu allererst eine Steuernummer (ΑΦΜ= Á-fi-mi). Diese ist beim zuständigen Finanzamt bzw. bei vertretender Stelle zu beantragen und ergeht normalerweise innerhalb weniger Tage, gegebenenfalls auch sofort. Bei Kaufabschluss muss der Steuernummer-Erteilungsbeleg dem Notar vorgelegt werden und wird in Kopie dem Kaufvertrag beigefügt. Das Original des Beleges sollte in Ihren Händen bleiben.

Sodann sollte unter Umständen ein Rechtsanwalt dazu beauftragt werden, den Grundbucheintrag und die Lastenfreiheit der Liegenschaft zu überprüfen.

Als nächstes bedarf es des Transfers der Geldmittel zur Kaufpreiszahlung. Zu diesem Zweck müssen Sie ein Konto bei einer griechischen Bank eröffnen, über das Sie alle Einzahlungen aus dem Ausland, die mit dem Kauf der Immobilie zusammenhängen, abwickeln. Ihre Bank stellt Ihnen pro Einzahlung ein Import-Dokument aus. Dies dient dazu, dass Einzahlungen genau nachverfolgt werden können und belegt, dass diese aus dem Ausland stammen.

Zu guter Letzt, nachdem sämtliche Urkunden, Pläne und Erklärungen zur Unbedenklichkeit dem Notar vorliegen, ist die Entrichtung der Grunderwerbsteuer an das Finanzamt fällig und erst danach kann der eigentliche Kaufvertrag fertiggestellt und von beiden Parteien oder deren Bevollächtigten unter Anwesenheit Ihres Anwalts und nach Übersetzung durch einen des Griechischen und der Landessprache des bzw. der Käufer mächtigen Dolmetschers unterzeichnet werden.

Einige Zeit nach Vertragsabschluss veranlasst der Notar den Eintrag ins Grundbuch und die Ausstellung eines amtlichen Eigentumsnachweises auf Ihren Namen.